Psychologische Beratung für Kinder, Jugendliche & Erwachsene

im Ruheraum Paderborn

Jeder Mensch gerät in seinem Leben an Punkte, die schwierig erscheinen. Probleme, die sich unlösbar anfühlen. Gefühle, die kaum auszuhalten sind. Die Orientierung fehlt, eine Schulter zum Anlehnen oder ein offenes Ohr. Jemand, der einem Zuversicht und Vertrauen gibt, dass sich alles zum Guten wenden wird, wenn man gerade jeglichen Halt verloren hat. Wenn gewohnte Strukturen wegbrechen, zum Beispiel durch Schicksalsschläge, Krankheiten, schwierige Beziehungen oder Arbeitsplatzverlust kann einen das so sehr herausfordern, dass man in körperlicher und emotionaler Hinsicht an seine Grenzen kommt.

Ich möchte Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf dem Weg durch das Leben – was sich mitunter steinig und schwer anfühlen kann – begleiten. Gefühle wollen gefühlt und angenommen werden, sie gehören zu uns. Der Kampf gegen Gefühle, die sich (scheinbar) nicht gut anfühlen wie z.B. Traurigkeit, Wut oder Angst verursacht Schmerz, Blockaden und Krisen. Häufig laufen wir vor den Gefühlen weg, lenken uns ab oder tun andere Dinge exzessiv (z.B. einkaufen, Computer spielen, … usw.), damit wir bloß diesen emotionalen Schmerzen nicht ausgesetzt sind.

Je mehr Gefühle abgespalten oder unterdrückt sind, desto blockierter ist die Lebensfreude. Im Umkehrschluss steigt also die Leichtigkeit und Freude im Leben, wenn wir das Unterdrückte ans Licht bringen.
Unsere Gedanken und unsere Gefühle bedingen und beeinflussen sich gegenseitig sowohl in negativer als auch in positiver Hinsicht. Eine weitere wichtige Erkenntnis ist die, dass Gedanken Realität erschaffen und wir somit Schöpfer unseres eigenen Lebens sind.
Sich dessen bewusst zu werden und die Verantwortung für sich und seine Gefühle zu übernehmen ist der erste Schritt raus aus der Opferhaltung („Mein Partner/meine Mutter/mein Chef ist schuld, dass es mir so schlecht geht…“)

Wieder den Blick für die Freude und das Positive in deinem Leben zu öffnen, Blockaden zu lösen, deine Selbstliebe zu fördern- das ist meine Berufung und mein Wunsch.

Hilfe bei Mobbing für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Mobbing ist ein existenzielles Thema – in meiner bisherigen therapeutischen Arbeit sind mir Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene begegnet, die Mobbing erfahren und tiefe seelische Wunden davon getragen haben. Mir ist es wichtig, ein Verständnis für die Dynamik von Mobbing zu vermitteln und die „Täter“ nicht zu verurteilen. Häufig sind sie früher selbst Opfer von Mobbing oder Gewalt gewesen oder sind es noch immer. Dennoch ist es für Betroffene wichtig alle Gefühle in Bezug auf das Erlebte anzuschauen und ihnen Raum zu geben. Nicht selten sind das Traurigkeit, Scham, Verletztheit sowie Wut. Dies alles zu spüren und anzunehmen ist einerseits heilsam und andererseits wichtig um wieder in seine Kraft zu kommen.

Angebot für Schüler und Schülerinnen, die sich gemobbt oder ausgegrenzt fühlen oder eventuell sogar von Gewalt betroffen sind:

Häufig passieren einem Dinge, über die man mit niemandem sprechen mag. Das können neben familiären Konflikten oder körperlichen Veränderungen auch Situationen mit Mitschülern sein, die einem Angst machen oder einen verletzen. Das allerwichtigste ist, dass du weißt, dass du das nicht hinnehmen musst! Du bist es wert, dass man dir zuhört, dir hilft und dich schützt! Jeder hat das Recht darauf, seine Schulzeit angstfrei zu verbringen und wertgeschätzt zu werden! Auch du! Lass dir bitte niemals einreden, dass du weniger wert bist als irgendjemand anderes! Wir schauen uns zusammen an, was dich grade bedrückt, was du tun kannst um aus dieser Situation herauszukommen und ob dir vielleicht auch der Austausch mit anderen betroffenen Kindern und Jugendlichen in einer Gruppe helfen könnte. Auch schauen wir gemeinsam hinter die Fassade der scheinbar „Stärkeren“. Denn wenn es jemandem vollkommen gut geht, muss er andere nicht klein machen.

(komprimierter Auszug aus „Trauma in Kindheit und Jugend und die Folgen“)

Traumata können durch verschiedenartige Situationen und Umstände ausgelöst werden, wobei ich hier nach Brisch (2006) die Geläufigsten, welche das höchste Traumatisierungsrisiko beinhalten, auflisten möchte.

a) Naturkatastrophen (Erdbeben, Vulkanausbrüche, Hurrikane, Überschwemmungen)

b) vom Menschen hervorgerufene Katastrophen (technologische Katastrophen, Verkehrsunfälle (Auto, Schiff, Zug, Flugzeug), Großbrände oder ökologische Katastrophen, z.B. Kernkraftunfälle)

Katastrophen als Folge menschlicher Aggressivität und Grausamkeit: Geiselnahme, Kidnapping, Terrorismus, Folter, Vergewaltigung, Krieg, Genocid

c) Katastrophen innerhalb der Familie (emotionaler, körperlicher und sexueller Missbrauch, massive Vernachlässigung, Erleben schwerer Gewalttätigkeit, schwere Trennungserlebnisse, schwere eigene und familiäre Erkrankungen, Tod)

Das „Traumatisierungspotential“ nimmt in der Reihenfolge der Aufzählung zu“ (vgl. Brisch, 2006, S. 161).

Ein einmalig traumatisierendes Ereignis bezeichnet man als „Monotrauma“, aber nicht immer löst eine spezielle Situation ein Trauma aus. Auch kann das Zusammenwirken von mehreren Ereignissen, die einzeln gesehen zu bewältigen wären, traumatisierend wirken. Hier spricht man von einer „kumulativen“ oder „sequentiellen“ Traumatisierung, wobei der letzte Begriff durch den Mediziner Hans Keilson geprägt wurde (vgl. Wirtgen, 1997, S. 14).

Die verschiedenen Definitionen des Begriffes „Trauma“ gehen teilweise stark auseinander, allerdings ist der gemeinsame Tenor darin zu finden, dass das Hauptmerkmal traumatischer Situationen das Gefühl der Hilflosigkeit, der Angst und des Ausgeliefertseins darstellt („traumatische Zange“). Dieses Gefühl kann grundlegende Folgen für die Emotionen sowie die Kognitionen des Betroffenen haben (vgl. Brisch, 2006, S. 179).

Hüther (2001) sieht eine traumatische Situation sogar als einen

Angriff auf die gesamte biologische, psychische und soziale Existenz, der schon beim Säugling zu einer dauerhaften Dysfunktion nicht nur im intrapsychischen und interpersonellen Bereich führen, sondern auch neurobiologische Veränderungen bewirken kann“ (vgl. Hüther 2001 zit. nach Koch-Kneidl/Wiesse, 2003, S.11).

Freud (1917) beschreibt die auslösende Situation etwas neutraler, sieht aber eindeutige Folgen für den Energiehaushalt, der in seiner Lehre grundlegende Bedeutung hat. Nach Freud wird ein Trauma durch ein

Erlebnis [ausgelöst], welches dem Seelenleben innerhalb kurzer Zeit einen so starken Reizzuwachs bringt, dass die Erledigung oder Aufarbeitung desselben in normal gewohnter Weise missglückt, woraus dauernde Störungen im Energiebetrieb resultieren müssen(vgl. Freud, 1917, S.288 zit. nach Koch-Kneidl/Wiesse, 2003, S. 85).

Die psychologischen Mechanismen sind dabei das Überschwemmt-Werden und Abblocken oder Angst- und Dissoziationsreaktionen (Perren-Klingler, 1990). Normalerweise erzeugt der Körper durch neuro-humorale Mechanismen massive Stressreaktionen (Übererregung) und richtet sich darauf ein, das Überleben durch Flucht oder Kampf zu schützen. Dabei ist die Aufmerksamkeit auf das Notwendigste fokussiert und verhindert die Perzeption von Angst und Schmerz. Ist jedoch weder Flucht noch Kampf möglich oder gewinnversprechend, setzen Dissoziationsmechanismen ein.

[Diese (Anm. d. Verf.)] helfen, [den] Organismus vor Übererregung zu schützen, unterstützen [die] Sinnfindung und damit die Integration des Trauma-Erlebens, werden aber andererseits auch pathogen, sobald sie rigide überhandnehmen. Die an sich notwendigen und gesunden Bewältigungsmechanismen können so auch zu pathogenen Mechanismen werden“ (Perren-Klingler, 1995, S. 13 ff.).

Halten die durch die traumatische Situation ausgelösten Symptome länger als ein halbes Jahr an, spricht man von einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS).

Die Mehrheit meiner Klienten ist allerdings nicht von einem „Monotrauma“, sondern von einem „Entwicklungstrauma“ betroffen, das sich auf das Fehlen von Bindung bezieht. Selbst wenn in der Kindheit keine Gewalt oder Vernachlässigung auf der Versorgungsebene (Füttern, Wickeln, Stillen) stattgefunden hat, so kann es doch sehr gut sein, dass die emotionale Komponente nicht oder wenig ausgeprägt war, sprich, das Baby oder Kind mit seinen Bedürfnissen nach Nähe und Geborgenheit oft alleine gelassen oder nicht ernst genommen wurde (was sich zum Beispiel dadurch ausdrücken kann, dass das Kind lange alleine oder schreien gelassen wird). Die Folgen im späteren Leben sind häufig fehlendes (Ur)-Vertrauen, Selbstwertprobleme, Schlaf- und psychische Störungen, Beziehungsprobleme und Dissoziation (Gefühl der Abgespaltenheit von sich selbst, dem Körper und den Gefühlen).

Die Methode „Theta Floating“ ist höchst wirksam im Bezug auf die Auflösung von Trauma. Ich habe schon erlebt, dass eine einzige Sitzung ein traumatisches Erlebnis und alle dadurch entstandenen Symptome aufgelöst hat. Häufig haben Klienten Sorge, dass sie sich die traumatischen Gefühle „überschwemmt“ fühlen könnten, sobald man sich an das Thema wagt. Allerdings ist der Theta- Zustand, mit dem die Methode arbeitet ein sehr sanfter Zustand, in dem das System immer nur so viel Gefühl an die Oberfläche bringt, wie es auch verarbeiten kann und nach meiner eigenen Erfahrung fühlen sich in diesem Zustand Gefühle, die im Alltag unerträglich erscheinen (wie zum Beispiel Traurigkeit oder Hoffnungslosigkeit) um einiges leichter an.

Solltest du an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden oder das Gefühl haben, dass viele deiner heutigen Probleme in der fehlenden Bindung zu deinen Eltern begründet sind, dann melde dich gerne und komm in den Genuss einer Theta Floating Sitzung. Du kannst dir sicher sein, dass ich behutsam mit deinen sensiblen und persönlichen Themen umgehe und bedanke mich schon im Vorraus für dein Vertrauen 🙂

Hochsensibilität ist ein Phänomen von dem ca. 20 Prozent der Menschen betroffen sind. Die Reizverarbeitung im Gehirn funktioniert anders als bei nicht- hochsensiblen Personen. Hochsensible nehmen Reize viel stärker wahr, sind schlechter in der Lage zu filtern und können sich somit in einer belebten Umgebung überlastet oder überfordert fühlen.

Desweiteren zählen Kälte- Hitze- Lärm- und Schmerzempfindlichkeit zu den Merkmalen von Hochsensibilität- ebenso wie ein gesteigertes empathisches Empfinden. Somit ist es für hochsensible oder – wie es auch genannt wird – hochsensitive Menschen oft schwer sich abzugrenzen und zu unterscheiden, welche Gefühle die eigenen sind und welche Gefühle von anderen übernommen wurden.

Manchmal ist es bekannt, dass man nicht allein im Mutterleib war, manchmal deuten psychologische Symptome im Verlauf des Lebens auf einen Zwillingsverlust hin. In beiden Fällen fühlen sich die Betroffenen nicht „vollständig“ und suchen unterbewusst ihren Zwilling, in Freundschaften oder Partnerschaften – immer ist da die große Sehnsucht nach der Symbiose mit dem Zwilling im Mutterleib.

Auch wenn man sich schwer vorstellen kann, dass Embryonen/Föten bereits ein Bewusstsein besitzen, so ist es doch bewiesen, dass die nicht bewusste (unterbewusste) Erinnerung bis in die Zeit im Mutterleib zurück reicht.

Wenn ein Mensch in diesem Stadium der Schwangerschaft nicht allein im Bauch der Mutter ist, dann entsteht eine sehr große Nähe zu dem Anderen, sie spielen sogar miteinander. So ist ein Zwilling von Beginn an darauf ausgerichtet, sich auf jemand anderen einzustellen, im Gegensatz zu einem Einling.

Beginnt nun der Andere weniger Lebenszeichen von sich zu geben, dann reagiert der Zwilling natürlich darauf und versucht zu helfen. Diese Hilfeversuche bleiben aber erfolglos und das Baby muss miterleben wie sein Zwilling stirbt. Dieses Trauma löst häufig Gefühle von Verzweiflung, Angst und Ohnmacht aus. Aber auch das Gefühl der Wertlosigkeit, denn man versteht ja nicht, warum der Andere gegangen ist.

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